Mit dem Erhalt des Fördermittelbescheids in Höhe von rund 4,5 Millionen Euro für das Hochwasserrückhaltebecken an der Kleinen Striegis wurde ein wichtiger Meilenstein für den Hochwasserschutz der Stadt Hainichen erreicht. Der Freistaat Sachsen fördert das Vorhaben über die Förderrichtlinie Gewässer/Hochwasserschutz (FRL GH/2024). Den Fördermittelbescheid übergab der sächsische Umweltminister Georg-Ludwig von Breitenbuch am 19.10.2026 an Oberbürgermeister Dieter Greysinger. Die Gesamtkosten des Projekts werden zu 75 Prozent durch den Freistaat Sachsen getragen.
Das Bauvorhaben soll die Stadt Hainichen und die unterhalb gelegenen Bereiche künftig vor Hochwasserereignissen bis zu einem hundertjährlichen Hochwasser (HQ100) schützen. Vorgesehen ist ein sogenanntes „grünes“ Hochwasserrückhaltebecken südlich von Berthelsdorf mit einem Rückhaltevolumen von rund 170.000 m³. Anlass für die Maßnahme sind wiederkehrende Hochwasserereignisse, die in den vergangenen Jahrzehnten erhebliche Schäden in Hainichen verursacht haben.
Die Ingenieurbüro für Wasser und Boden GmbH (IWB) bearbeitet das Projekt seit Juli 2025 und hat die Objektplanung Ingenieurbauwerke in den Leistungsphasen 5 und 6 erstellt. Mit dem Abschluss der Ausführungsplanung und der Erstellung der Ausschreibungsunterlagen wurde die Grundlage für die bevorstehende bauliche Umsetzung geschaffen.
Aktuell befindet sich das Vorhaben im Vergabeverfahren. Die Submission der Bauleistungen ist für den 17.11.2026 vorgesehen. Im Anschluss übernimmt die IWB die Leistungen der Leistungsphase 7 (Mitwirkung bei der Vergabe). Die Vergabeentscheidung durch den Stadtrat der Stadt Hainichen ist planmäßig für den 16.12.2026 vorgesehen.
Der Baubeginn ist ab März 2027 geplant. Mit einer vorgesehenen Bauzeit von rund 2,5 Jahren soll das Hochwasserrückhaltebecken voraussichtlich bis Mitte 2029 fertiggestellt werden. Damit rückt die Realisierung eines seit vielen Jahrzehnten verfolgten Hochwasserschutzprojekts für Hainichen in greifbare Nähe.