Betreuung der Abschlussarbeit von Dipl.-Ing. Tim Thierfelder
Veranlassung
Die thermische Nutzung von Oberflächengewässern wird künftig eine wichtige Rolle bei der Umsetzung der kommunalen Wärmeplanung darstellen. Das übergeordnete Ziel stellt dabei die Dekarbonisierung der Wärmegewinnung bis 2045 dar.
Für eine gewässerthermische Nutzung sind in erheblichen Maßen interdisziplinäre Fragestellungen zu beantworten. Hierzu gehören u.a. hydrologische, limnologische, hydraulische, wasserbauliche, anlagentechnische und umweltökologische Aspekte. Zahlreiche Randbedingungen beeinflussen die effektive Energieausbeute (u.a. Leistungskoeffizient COP, Jahresarbeitszahl)
Im Falle der Nutzung von Fließgewässern als Wärmequelle stellt die Entwicklung einer Methodik zur qualitativen und quantitativen Bestimmung des Wärmenergiepotentials mittels Flusswärmepumpen einen essentiellen Bestandteil für künftige Planungsprozesse dar.
Zielsetzung
Im Vordergrund dieser Diplomarbeit stand die ingenieurmäßige Betrachtung hydrologischer und wasserbaulich-hydraulischer Anforderungen zur Bereitstellung ausreichender Wärmemengen des Wasserkörpers, um den daran anschließenden Wärmetausch/-ableitung zu gewährleisten.
Ziel dieser Diplomarbeit war es, eine Methode zu entwickeln, die es ermöglicht, die potentielle Wärmeenergie aus Fließgewässern mit entsprechender Bereitstellungssicherheit zu ermitteln, um deren Beitrag zur kommunalen Wärmeversorgung zu quantifizieren.
Ergebnis
Die Diplomarbeit wurde durch die Abteilung Wasserbau initiiert und extern betreut. Nach Vorlage des schriftlichen Teils seiner Arbeit im Dezember 2024 und erfolgreicher mündlicher Verteidigung im Januar 2025 wurde Herrn Thierfelder durch die TU-Dresden der akademische Grad des Diplomingenieurs verliehen.